Haltestelle

Hans und Brigitte Männel

Bilder und Informationen für den Straßenbahn- und Eisenbahnfreund

Rhätische Bahn (RhB)

Albulabahn: Thusis - Filisur - Albula - Samedan - Sankt Moritz

Die Albulabahn verbindet Thusis (697 m ü. NN) mit dem Kur- und Wintersportort Sankt Moritz (1.774 m. ü. NN) im Engadin. Mit dem Anstieg vom Rheintal zum Albulatunnel ist die Albulabahn die bautechnisch eindruckvollste Bahnstrecke der Rhätischen Bahn. Zahlreiche Kunstbauten - Brücken und Tunnel - ermöglichen die Überwindung des bedeutenden Höhenunterschiedes auf der Nordseite des Albula.

Interessante Bauwerke sind: Albulatunnel (5.865 m), Hinterrheinbrücke Thusis (228 m), Soliser Viadukt (157 m), Hinterrheinbrücke Reichenau (151 m), Viadukt Albula III (130 m), Schmittentobel-Viadukt (112 m), Lehnenviadukt Reichenau (113 m), Landwasser-Viadukt (112 m).

Bei Thusis überquert die Strecke - aus Chur kommend - den Hinterrhein und tritt in das Tal der Albula ein.

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10.07.83
Thusis

Schon hier passiert die Bahnlinie zahlreiche Brücken und Tunnel. Die erste spektakuläre Schlucht liegt hinter dem Bahnhof Solis, Ausgangspunkt für Wanderungen in die berühmte "Via Mala".

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01.08.92
Solis

Dort überquert die Bahnlinie die Albula auf der 89 Meter hohen Solisbrücke.Sie ist die höchste Brücke der Rhätischen Bahn und der am weitesten gespannte Viadukt der Albulabahn.

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27.07.92
bei Solis, Solis-Viadukt

Hinter Tiefencastel folgt der 35 Meter hohe und 137 Meter lange Schmittentobel-Viadukt.

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23.07.83
Tiefencastel

Kurz vor Filisur wird das Wahrzeichen der Bahn erreicht: Der 65 Meter hohe Landwasser-Viadukt, der in einem Viertelkreis von nur 100 Metern Radius direkt in eine riesige Felswand führt.

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07.08.92
bei Filisur, Landwasser-Viadukt

Im Bahnhof Filisur (1.083 m ü. NN) mündet die Strecke aus Davos in die Albulabahn.

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09.07.83
Filisur

Der Bahnhof wurde inzwischen umgebaut. Der Fußgängertunnel zum hinteren Gleis, das nach Davos führt, verhindert die gefährliche Überquerung der beiden vorderen Gleise, da sich hier die aus Sankt Moritz und Thusis kommenden Züge kreuzen, wobei Anschluss an den Davoser Zug besteht.

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26.07.92
Filisur

Zwischen Filisur und Bergün überwindet der Zug bereits 292 Meter Höhenunterschied und fährt durch den ersten Kehrtunnel.

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11.07.83
bei Filisur

Zwischen Bergün und Preda folgt der bahntechnisch anspruchsvollste Abschnitt der Albulabahn: Um die Höhendifferenz von 417 Metern zwischen Bergün und Preda – bei nur 6,5 Kilometern Luftlinie – zu überwinden ohne zu starke Steigungen oder Radien zu erzwingen, wurde die Strecke durch Kunstbauten auf zwölf Kilometer verlängert. Dies geschieht unter anderem mit Hilfe von drei Spiraltunneln, zwei Kehrtunneln und vier talquerenden Viadukten.

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19.07.92
Bergün
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19.07.92
bei Bergün
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19.07.92
bei Bergün

Gleich nach Verlassen des Bahnhofs von Bergün fährt der Zug mit einer Steigung von 35 Promille in die Höhe. Mehrmals überquert nun die Strecke sich selbst bei eindrucksvollen Ausblicken auf Höhen und Tiefen des Hochgebirges. Schnell schraubt sich der Zug immer höher ...

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19.07.92
bei Bergün

... durch vier Tunnel, vier Kehrtunnel und zwei Galerien. Dabei wechselt er beim Queren der Albula über sieben Viadukte immer wieder die Talseite. Der Höhenunterschied zwischen den Stationen Bergün und Preda beträgt weitere 416 Meter, welche die Bahnlinie auf 12,6 km Strecke überwindet.

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19.07.92
bei Muot, Albula-Viadukt I

Der Abschnitt Preda - Naz wurde in den späten 90er Jahren zweigleisig ausgebaut. Hinter der Betriebsstation Muot verbirgt sich eine automatisch gesteuerte Kreuzungsstelle; einen Bahnhof gibt es hier nicht. Entlang der Strecke führt der "Bahnhistorische Lehrpfad".

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19.07.92
bei Muot, Ausfahrt aus dem Rugnuxtunnel
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11.07.83
bei Muot, 5-bogiger Albula-Viadukt II

Beim Weiler Naz bei Preda fährt die Bahn auf einer kurzen Hochebene, wo ein etwa ein Kilometer langes Doppelspurstück existiert.

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bei Preda, 137 m langer Albula-Viadukt III (Im Hintergrund: der Piz Ela)

Dann wird Preda, mit 1.789 Metern über Meeresspiegel die höchste Haltestelle der Albulabahn, am Nordportal des Albulatunnels erreicht.

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19.07.92
Preda

Nach der Durchquerung des Albulatunnels und des Dörfchens Spinas, das am Südostportal liegt, erreicht der Zug über ein Gefälle von bis zu 32 Promille bei Bever die Strecke aus Scuol-Tarasp.

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14.07.83
Samedan

In Samedan zweigt die Strecke nach Pontresina ab, in die auch der Bernina Express einfahren wird, um anschließend den Berninapass zu erreichen. Endpunkt der Albulabahn ist Sankt Moritz.

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23.07.92
Sankt Moritz

In den 1980er Jahren konnte man hier noch mit einem der berühmten Krokodile ankommen. Auch die Pendeltriebwagen - siehe oben - gehören schon längst der Vergangenheit an.

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28.07.83
Sankt Moritz

Informationen zum Betrieb

Rhätische Bahn

CH 7000 Chur

http://www.rhb.ch

Technische Daten

Spurweite: 1.000 mm

Elektrischer Betrieb: 11 kV/16 2/3 Hz-Wechselstrom

Strecke

KBS 940: Thusis - Albula - Sankt Moritz, 61,7

Maximale Neigung: 35 ‰

Geschichtliches

1903: Eröffnung der Strecke.

2008: Die Albulabahn und die Berninabahn wurden von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen.